Die Europäische Kommission hat zum 01.01.2020 die Schwellenwerte der EU-Richtlinien für öffentliche Aufträge turnusgemäß (alle zwei Jahre) angepasst. Die ab dem 01.01.2020 geltenden Schwellenwerte wurden am 31.10.2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Folgende Schwellenwerte gelten ab dem 01.01.2020:

Anwendungsbereich der Richtlinie über die öffentliche Auftragsvergabe (2014/24/EU):

  • Bauleistungen:  5.350.000 EUR
  • Liefer-/Dienstleistungen
    – zentrale Regierungsbehörden: 139.000 EUR
    – übrige öffentliche Auftraggeber: 214.000 EUR
  • Soziale und andere besondere Dienstleistungen: 750.000 EUR

Anwendungsbereich der Richtlinie über die Konzessionsvergabe (2014/23/EU):

  • Konzessionen: 5.350.000 EUR

Anwendungsbereich der Sektorenrichtlinie und Richtlinie über die Vergabe in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit (2014/25/EU und 2009/81/EG):

  • Bauleistungen:  5.350.000 EUR
  • Liefer- und Dienstleistungen: 428.000 EUR
  • Soziale und andere besondere Dienstleistungen: 1.000.000 EUR

Die Schwellenwerte gelten jeweils ohne die nationale Umsatzsteuer.

Alle öffentlichen Aufträge und Konzessionen, deren geschätzter Auftragswert ohne Umsatzsteuer die o.g. Schwellenwerte erreicht oder überschreitet sind grundsätzlich europaweit auszuschreiben.

Der Mitteilung der Kommission 2019/C370/01 können die Schwellenwerte für Auftraggeber in EU-Mitgliedstaaten entnommen werden, deren Währung nicht der Euro ist.